Kompetenzen: Gesellschaftsrecht - Due Diligence

WKWB ist seit einigen Jahren in Beteiligungs- und Unternehmenstransaktionen involviert. In diesem Zusammenhang ist ein Schwerpunkt unserer Beratung die sog. Due-Diligence-Prüfung. Ziel ist es hierbei, die juristischen kritischen Punkte anhand einer umfassenden Vertrags- und Sachanalyse bei der Übertragung eines Unternehmens, von Unternehmensteilen oder bei der Beteiligung an Unternehmen herauszufinden. Wir gehen dabei anhand einer effizienten und dem jeweiligen Transaktionszweck angepassten Methode vor.

Eine kurze Darstellung der Due -Diligence Prüfung sowie der Methode und des Analyseverfahrens finden Sie unten stehend.

Für weitergehende Fragen steht Ihnen Herr RA Kerner gerne als Ansprechpartner zur Verfügung.

  1. Allgemein

    Die sinngemäße Übersetzung von Due Diligence lautet »der Sorgfalt entsprechend«. Im übrigen gibt es keine verbindliche Definition. Allgemein verstanden wird unter Due Diligence die detaillierte und systematische Analyse von Daten einer Gesellschaft mit dem Ziel, ein Gesamtbild des Unternehmens zu erlangen.
    Eine solche Due Diligence wird z.B. durch Erwerber im Rahmen eines Unternehmenskaufes, eines Beteiligungserwerbs für strategische Überlegungen des Erwerbers und zur Ermittlung eines Unternehmenswertes vorgenommen. Analyseschwerpunkte sind zunächst die allgemeine ökonomische Lage und die Situation der Branche, der das Unternehmen zugeordnet werden kann. Im Rahmen der internen Analyse des Unternehmens werden technische, organisatorische, psychologische, rechtliche und steuerrechtliche sowie finanzielle Schwerpunkte der Prüfung abgearbeitet.
    Eine Due Diligence ist die Voraussetzung für eine Unternehmensbewertung.
     
  2. Die Legal Due Diligence im Besonderen

    Im Rahmen einer umfassenden Unternehmensanalyse erscheint die Durchführung einer rechtlichen Due Diligence grundsätzlich erforderlich, da entscheidende, für den Wert des Unternehmens bestimmende Umstände, auf rechtlichen Grundlagen basieren und von deren Rechtmäßigkeit und Bestand abhängig sind. Die rechtliche Einordnung des Zielunternehmens, die Überprüfung von Gesellschaftsverträgen und die Untersuchungen der Rechtsbeziehungen zu Dritten können Problemfelder aufdecken, betriebswirtschaftlich gewonnene Ergebnisse bestätigen oder in Frage stellen und damit eine wichtige Informationsgrundlage für alle Beteiligten darstellen. Insofern wirkt sich das Ergebnis einer rechtlichen Due Diligence unmittelbar bei einem Unternehmenskauf auf die Kaufpreisverhandlungen aus und bestimmt die in den endgültigen Verträgen festgelegten Vereinbarungen - wie z.B. Garantien des Verkäufers oder Kaufpreisminderungen - auf Erwerber - wie auch auf der Veräußererseite.

    Ziel
    • Gewinnung von Erkenntnissen über die derzeitige Situation der Zielgesellschaft
    • Rechtliche Prüfung
    • Ausarbeitung des Vertragswerkes und der Prüfung der darin gemachten Annahmen
    • Erkenntnisse aus den einzelnen Prüfungsgebieten und die Verhandlungsergebnisse finden im Vertragswerk Berücksichtigung
    • (Garantieklauseln, Kaufpreismodalitäten etc.)
    • Ausarbeitung vorvertraglicher Vereinbarungen (Vorvertrag, etc.)
    • Beweissicherung

    Die WKWB Methode in fünf Schritten.

    1. Kick-Off-Meeting
    2. Due Diligence Checkliste
    3. Abstimmungsgespräch
    4. Der Abschlussbericht
    5. Die weitere Vorgehensweise ( Umsetzung)
       

Schaubild Due Diligence

    1. Kick-off-Meeting
    • Prüfung des Letter of Intents und des Businessplans
    • Klärung der Zielvorstellungen
    • Abstimmung der Ansprechpartner und des Teams
    • Zeitplanung
       
    2. Due-Diligence Checkliste
    • Versendung einer Due -Diligence Checkliste an das Zielunternehmen
    • Besprechung der einzelnen Punkte mit Koordinator des Zielunternehmens
    • Auswertung der zur Verfügung gestellten Unterlagen auf Vollständigkeit und Aktualität
    • Zusammenstellen der noch unklaren Punkte und Abstimmung
       
    3. Abstimmungsgespräch
    • Zusammenfassung der ersten Ergebnisse als Berichtsentwurf
    • Besprechung mit dem Auftraggeber
    • Klärung von Detailfragen
    • Berücksichtigung der Ergebnisse des Berichtes im Rahmen der von dem Auftraggeber zu treffenden Entscheidung
       
    4. Der Abschlussbericht
    • Vorlage des Abschlussberichtes
    • Erläuterung der wesentlichen Ergebnisse und Konsequenzen
    • Dokumentation des Verständnisses von mit Dritten abgeschlossenen Verträgen
    • Festlegen der weiteren Vorgehensweise
       
    5. Die weitere Vorgehensweise
    • Abschluss von Nachtragsvereinbarungen zu bestehenden Verträgen
    • Kündigung von Verträgen
    • Abschluss neuer Verträge
    • Registrierung von Schutzrechten
    • Einbringung der Ergebnisse der Due Diligence in den ersten Entwurf des Transaktionsvertrages
    • Aufnahme zusätzlicher Regelungen, insbesondere Garantien, in den Transaktionsvertrag
    • ggf. Änderung der Transaktionsstruktur
    • Die Verhandlung des Transaktionsvertrages
    • Die Anwesenheit bei dem Vertragsschluss (completion)
       
    Die Schritte 1- 4 stellen dabei die eigentliche Due-Diligence-Prüfung dar. Aufgrund unserer umsetzungsorientierten Vorgehensweise schliesst sich im Regelfall Schritt 5 an die Due-Diligence-Prüfung an. Vielfach kommt es aufgrund der vorgenommen Prüfung nicht zu den vorgesehen Transaktion, so dass die Prüfung des Zielunternehmens und die darauf folgende Umsetzung getrennt durchgeführt werden können.


Ansprechpartner ist Herr RA Kerner


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